Angeln als Projekt gibt es bei uns

31.07.2014


Im Rahmen der Projektwoche 2013/2014 wurde zum fünften Mal das Projekt „Angeln“ angeboten. An diesen drei Tagen konnten die Schülern einen umfangreichen Einblick in die schwimmende und schuppige Materie erhalten:

 
1. Tag (Mittwoch): Der erste Tag begann um 09:00 in der Schule. Zunächst fand eine kurze Einweisung der 15 Teilnehmer im Klassenraum statt, bei der Aufbau und Funktionsweise einer Angel besprochen wurden. Auch wurden Gerätschaften wie Kescher, Hakenlöser, Fischbetäuber, usw. vorgestellt. Anschließend ging es auf den Schulhof, um das Auswerfen der Angel zu üben – sehr zum Leidwesen des bereitgestellten Materials, das erheblich beansprucht wurde... . Nach dem sämtliche Äste und Tischtennisplatten der Umgebung mit den Angelhaken und Schnüren Freundschaft geschlossen hatten und das Auswerfen recht gut funktionierte, wurde die Szenerie blutig: Beim Ausnehmen von fünf prächtigen Forellen, bei dem einige Schüler beherzt zugriffen, gab es einen ersten Vorgeschmack auf den nächsten Tag. Abgerundet wurde das Ganze durch einen Film, der das Thema „Angeln und Fische“ aus verschiedenen Perspektiven betrachtetet: Berufsfischerei am Ammersee, Fischzucht und Kaviarproduktion, Karpfenfischzucht in Franken, Fliegenfischen, usw. Bei den meisten war spätestens jetzt der Jagdinstinkt für den nächsten Tag geweckt!

2. Tag (Donnerstag): Bei schönem Sommerwetter begann der Angeltag um 08:15 an der Schule. Zusammen mit Angelprofi Helmut Oppelt vom Angelsport Schwabing ging die Fahrt mit insgesamt vier Autos (vielen herzlichen Dank an Frau Aumiller für den kurzfristigen Schülertransport!) und vielen gut gelaunten Mitfahrern auf der A9 Richtung Norden. In Allershausen verließen wir die Autobahn um nach gut zehn Minuten Fahrt den wirklich schön gelegenen Angelweiher mit Grillplatz, gemauertem Pizzaofen, Steg und Ruderboot zu erreichen. Während sich die Schüler sofort mit den bereitgestellten Angeln auf die Jagd machten, um ihr Gespür für den dicksten Fang unter Beweis zu stellen, nahm Herr Oppelt den Pizzaofen mit viel Holz in Betrieb. Auch ein Grill stand bereit. Die Versorgung des Grills mit Frischfisch hielt sich aber in Grenzen: Die meisten der gefangenen Fische waren zum Verspeisen zu klein. Und die „großen Brummer“ (z.B. eine wirklich schöne Forelle) gingen als Beweismittel in die heimische Küche zu Muttern. Zum Glück gab es aber Pizza in alle Variationen, damit der bei den Strapazen des Angelns entstandene Appetit gestillt werden konnte. Zufrieden und gerade noch nicht vom herannahenden Regen durchnässt, ging dieser Tag nach der Ankunft in Pasing gegen 15:30 zu Ende.

3. Tag (Freitag): Anders als die letzten Tage, trafen wir uns heute um 10:00 am Stachus. Auf dem Programm stand ein Besuch des Deutschen Jagd- und Fischereimuseums in der Neuhauser Straße. Im Museum werden auf ca. 3000 m² Zeugnisse der Jagd- und Fischereikultur von der Steinzeit bis in die Gegenwart gezeigt. Leider hatte die Fischereiausstellung wegen Umbau geschlossen und so konnte das vom Museum bereitgestellte Quiz „Petri Heil“ nicht zum Einsatz kommen.


Christian Puchtinger
Angler @ begemann e.V


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