Exkursion der 9a in Nürnberg zum ehemaligen Reichsparteitagsgelände

29.04.2013


Am 29.04.2013 fuhr die Klasse 9a nach Nürnberg, wo wir von unserem Begleiter Herrn Martin Schmidt-Bredow auf dem Gelände des ehemaligen Reichsparteitagsgeländes sowie im Dokumentationszentrum sehr viel Interessantes über die NS-Zeit zwischen 1933 und 1939 erfuhren.
Auszüge aus drei verschiedenen Schülerberichten:

„Die erste Station auf dem Reichsparteitagsgelände (...) war der Silbersee.
Dieser war ein Teil einer alten Baugrube für das Deutsche Stadion, das vom Architekten Albert Speer geplant wurde.
Das Stadion sollte mit 400.000 Plätzen das größte Stadion der Welt werden. (...)
Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges wurden (die Bauarbeiten aber) eingestellt.
(Nach dem Krieg wurde die Baugrube mit Schutt aufgefüllt, und zum Teil) füllte sie sich mit Grundwasser, und es entstand der Silbersee.
Da das Wasser mit Schwefelwasserstoff (Anm.: aus dem Bauschutt) verseucht ist, ist dort Baden verboten.“

„Die giftigen Schwefelgase zogen (in der Vergangenheit Schwimmer) zwei Meter tief in den See, und das war für 27 Menschen tödlich.“
„Danach sind wir direkt zu dem Vergnügungspark gegangen. Der ist schon über 100 Jahre lang ein Vergnügungspark.“
(Anm.: Das ganze Gelände wurde bereits vor der NS-Zeit für Massenveranstaltungen genutzt.)

„Wir gingen (auch) zur Zeppelintribüne. Dort hielt Hitler seine großen Reden.
Die Tribüne besteht aus Beton und Ziegelmauerwerk, verblendet mit Muschelkalk.“

„Das Zeppelinfeld war der zentrale Schauplatz für die Inszenierung der (Reichspartei)tage. Albert Speer (...)
wählte den Pergamon-Altar als Vorbild (für die Tribüne).“

„Unser Begleiter hat uns erzählt, dass das Hakenkreuz (über der Tribüne) nach dem Krieg von den Amerikanern mit dem Panzer weggeschossen wurde.“

„Einige Jahre später wurden die Seitentürme auf halber Höhe abgetragen.
Das Zeppelinfeld wird heute (u.a.) als Konzertgelände genutzt (Anm.: z.B. Rock im Park).
Auch wurde dieses Bauwerk als einzige Anlage fertiggestellt. Bis zu 200.000 Menschen fanden auf dem ehemaligen Aufmarschgelände Platz.“

„Als letztes waren wir im Museum des Geländes, wo alte NS-Relikte sowie Videos und Fotos der Reichsparteitage ausgestellt waren.“

„Im Museum haben wir eine Art Telefon bekommen, um die Bilder an der Wand lebendig zu machen.“
(Anm.: jede/r Schüler/in bekam einen Audioguide für die Ausstellung).

„Das (Gebäude des Museums) (Anm.: ehem. Kongresshalle) sollte im Stile des Kolosseums in Rom gebaut werden, nur größer.
Es wurde (...) mit meterdicken Wänden gebaut.“

„Nur Panzer konnten den Mauern etwas anhaben.“

„Wer mehr Infos erfahren möchte, der kann ja vielleicht auch nach Nürnberg fahren, also ich kann’s nur empfehlen.“

„Insgesamt war es ein lustiger und schöner Tag mit der Klasse.“

(Berichte von Fabio Schaffer, Carolin Igl, Markus Igl; Anmerkungen von Fr. Straube)



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